Fragen & Antworten

Möchten Sie wissen, wie Sie Pilze am besten zubereiten oder wie lange sie haltbar sind? Hier beantworten wir für Sie die häufigsten Fragen rund um unsere Edelpilze.

Biopilze aus Demeter-Erzeugung

Alle Rohstoffe, die für das Substrat benötigt werden, stammen aus ökologischer Landwirtschaft und es darf kein Einsatz von Chemikalien erfolgen.

Wir beziehen alle unsere Rohstoffe wenn möglich aus Demeter-Erzeugung, z.B. die Zuschlagstoffe für unser Buchenholzsägemehlsubstrat. Dieses Sägemehl stammt aus nachhaltiger Forstwirtschaft aus Deutschland und wir setzen beim Ansetzen des Substrates Demeter-Präparate ein. Zudem bringen wir in einem besonderen Rhythmus Demeter-Spritzpräparate während der Fruchtung der Pilze aus.

Um Pilze zu produzieren braucht man sehr viel Zeit und auch sehr viel Personal. Es ist fast ausschließlich Handarbeit angesagt. Außerdem kann es immer mal zu Ausfällen kommen, die in der konventionellen Zucht durch Chemikalien verhindert werden können. Dadurch können die Erträge niedriger sein. Die Beschaffung von Rohstoffen dagegen ist teurer, da diese ausschließlich aus ökologischer Erzeugung stammen dürfen. So unterstützt der biologische Pilzanbau schon bei der Rohstoffbeschaffung eine umweltfreundliche Produktion. Zudem bemühen sich die Pilzgärtner um eine ausgesucht gute Qualität, die auch ihren Preis hat.

Zubereitung und Aufbewahrung von Pilzen

Setzen Sie Augen, Nase und Ihren gesunden Menschenverstand ein. Pilze, die schmierig sind {nur Goldkäppchen dürfen eine schleimige Oberfläche haben} und stinken {nur Rosenseitlinge dürfen streng riechen} sollten nicht gekauft werden. Dunkle bis schwarze eingefallene, nasse Stellen, deuten auf Verderb hin. Weisen die Pilze grünen Schimmel auf, sind sie nicht mehr verkehrsfähig. Schuppige Hüte bei Shiitake und Champignons sind sortenbedingt und bedeuten keine schlechte Qualität.

Nein, das ist kein Schimmel. Wenn Pilze längere Zeit lagern und schon sehr reif sind verlieren sie ihre Sporen. Diese Sporen bilden mitunter einen weißen Belag auf den darunter liegenden Pilzen. Manchmal wächst sogar schon ein weißes, fädiges  Geflecht (Myzel) heran, das dann für Schimmel gehalten werden kann.

Pilze kann man generell entgegen der Volksmeinung aufwärmen. Man muss dann aber, ähnlich wie bei Fischgerichten, sicherstellen, dass das Pilzgericht nach der Zubereitung möglichst schnell gekühlt wird. Pilzeiweiß ist genauso empfindlich wie Fischeiweiß.

Je nach Zustand der Ware beim Kauf, sind Shiitake und Kräuterseitlinge bis zu 10 Tagen im Kühlschrank, in einem Durchschlag abgedeckt mit einem Handtuch, haltbar. Pilze sollten allerdings am besten erst kurz vor dem Verzehr gekauft werden.

Ein MHD kann es nicht geben, wenn die Pilze nicht lückenlos gekühlt werden. Da die Pilze meistens ungekühlt präsentiert werden, hängt die Haltbarkeit stark von den Bedingungen ab.

Im Prinzip ja, aber: gerade die Pilze, die auf Holz wachsen sind sehr schwer verdaulich, deshalb sollten Menschen mit empfindlichem Magen sie nicht roh verzehren. Am besten die rohen Pilze in möglichst dünne Scheiben schneiden und in kleinen Mengen einsetzen.

Pilze sollten auf keinen Fall gewaschen werden {Ausnahme: wenn Wildpilze zu sandig sind, dürfen sie kurz in einem Sieb übergebraust werden}, da sie sonst gummiartig werden. Besser: mit einer Bürste eventuell anhaftenden Schmutz entfernen. Zuchtpilze haben den Vorteil, dass sie bis zum Verbraucher nicht mit bloßen Händen angefasst werden, daher so gut wie küchenfertig sind. Auch das Schälen der Pilzhüte sollte unbedingt unterbleiben.

Es gibt viele verschiedene Möglichkeiten, Pilze zuzubereiten (siehe auch unsere Rezeptsammlungen). Es ist in jedem Fall eine schlichte Zubereitung: in heißem Fett (Öl oder Butterschmalz) anbraten, nach Geschmack mit Zwiebeln, Salz und Pfeffer für den Einstieg zu empfehlen. Die Pilze haben einen ausgeprägten Eigengeschmack, den Sie auf diese Weise gut entdecken werden. Anschließend können Sie dann Ihrer Kreativität freien Lauf lassen und sich an den Rezepten bei pilzgarten.de orientieren.

Jeder Pilz kann mit bekannten Geschmacksrichtungen verglichen werden {siehe Pilze und ihre Besonderheiten}. Allerdings werden diese von jedem etwas anders interpretiert. Was für den einen nach Lachs schmeckt, ist für den anderen eher das Aroma von Speck. Am besten ist es die edlen Pilze selber zu probieren.

Die meisten Kinder mögen keine Pilze, meist wegen der Konsistenz, das Mundgefühl ist wohl für Kinder nicht angenehm. Man kann die Pilze, am besten einen milden Pilz {Kräuterseitling} püriert in einer Cremesuppe „verstecken“. Oder kleine Pilze oder Pilzstücke blanchieren, panieren und als „Nuggets“ servieren, mit einer Joghurtsoße immer lecker.

Am Ende der Garzeit, besonders Salz erst zum Schluss. Auch frische Kräuter, Kreuzkümmel und Zitronensaft passen gut. Dabei sollten Kräuter und Gewürze sparsam verwendet werden, um das Aroma der Pilze hervor zu heben statt zu überdecken.

Nudeln, Reis, Kartoffeln, Schwarzbrot, Weißbrot, Fleisch, Fisch oder auch mal gar nichts.

Für vier Personen werden ca. 600g Pilze benötigt. Generell sagt man 150g / Person und Mahlzeit als Beilage.

Wissenswertes und Interessantes über unsere Pilze

Wir als Speisepilzerzeuger dürfen laut EG VO Nr. 1924/2006 und EU/VO Nr. 1169/2011 keine gesundheitsbezogenen Aussagen jedweder Art zu Pilzen machen.  Alle die mehr zum Thema Gesundheit und Pilze wissen möchten, bitten wir daher sich im Internet zu informieren.  Informationen gibt es unter www.vitalpilze.de.

In der freien Natur sammeln Pilze alles, was schädlich ist: Schwermetalle, Strahlung (Tschernobyl), Pestizide. Da Kulturpilze unter kontrollierten Bedingungen wachsen und auch die Herkunft der Substrate bekannt ist, liegt die Belastung dieser Pilze weit unter allen Grenzwerten und garantiert einen gesunden Genuss. Des Weiteren lagert sich besonders Cadmium in der schwerverdaulichen Gerüstsubstanz der Pilze (Chitin) ab und wird, da es vom Körper nicht abgebaut werden kann, zusammen mit eventuell vorhandenen Schwermetallen wieder ausgeschieden.

Es ist bekannt, dass manche Menschen eine Überempfindlichkeit gegen Shiitake zeigen. Generell gilt, dass Pilze schwer verdaulich sind und deshalb möglichst in Verbindung mit anderen Nahrungsmitteln gegessen werden sollen. Ansonsten lösen Pilze nicht mehr und nicht weniger Allergien aus als andere Lebensmittel.

Der Shiitake und der Rosenseitling kommen ausschließlich im asiatischen Raum vor. Kräuterseitlinge, Limonenseitlinge und Enoki finden sich dagegen sogar in Europa, ebenso wie der Pom-Pom blanc. Hier sieht die Wildform aber deutlich anders als die Kulturform aus.

Sie sind nicht gefärbt, sämtliche Färbungen der Pilze der Pilzgarten GmbH werden vom Pilz selber gebildet. Es gibt in der Natur Pilze in allen erdenklichen Farben. In Guatemala (Mittelamerika)  z.B. gibt es Speisepilze die blau sind und auch nach der Zubereitung blau bleiben.